Nur wenige Kosmetikprodukte verändern den Blick so schnell wie Wimperntusche. Sie gehört sowohl zu dezenten Make-up-Looks als auch zu aufwendigeren Stylings und ist heute in neuen Formulierungen, mit modernen Technologien und speziell entwickelten Bürstchen erhältlich. Damit lassen sich gezielte Ergebnisse erzielen, die über reine Definition hinausgehen und intensives Volumen schaffen.
Wie unterscheiden sich die Formeln?
Auf den ersten Blick wirken viele Wimperntuschen ähnlich, doch ihre Formeln setzen auf unterschiedliche Technologien für verschiedene Effekte. Grundsätzlich bestimmen die Kombination aus Wachsen, Pigmenten, Polymeren und filmbildenden Stoffen Eigenschaften wie Haftung, Farbintensität, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit.
Wimperntuschen für mehr Volumen haben meist eine reichhaltigere Textur, die eine größere Produktmenge rund um die einzelnen Härchen abgibt. Varianten für Verlängerung und Definition sind dagegen häufig so konzipiert, dass sie sich gleichmäßiger verteilen und verhindern, dass mehrere Wimpern beim Auftragen zusammenkleben.
Immer beliebter werden zudem sogenannte Tubing-Wimperntuschen. Anders als klassische Mascaras umhüllen sie die Wimpern mithilfe von Polymeren mit kleinen „Röhrchen“. Diese Technologie ist in der Regel gut gegen Verschmieren geschützt und kann – je nach Zusammensetzung – mit warmem Wasser und leichtem Druck auf die Wimpern entfernt werden.
Wasserfeste Wimperntusche für langanhaltenden Halt
Wasserfeste Varianten bleiben eine sinnvolle Wahl bei Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit, Tränen oder besonders langer Tragedauer. Ihre höhere Widerstandsfähigkeit kann außerdem dabei helfen, den mit der Wimpernzange erzeugten Schwung länger zu bewahren. Allerdings lassen sie sich üblicherweise nur sorgfältig mit geeigneten Produkten für wasserfestes Make-up entfernen.
Wimperntusche: Warum das Bürstchen wichtig ist
Während die Formel festlegt, wie viel Produkt auf die Wimpern gelangt und wie es sich nach dem Trocknen verhält, bestimmt das Bürstchen, an welcher Stelle und auf welche Weise die Textur verteilt wird.
Voluminöse Applikatoren nehmen mehr Produkt auf und sorgen für einen Effekt voller wirkender Wimpern. Je größer und dichter die Bürste ausfällt, desto eher kann sie zahlreiche Härchen gleichzeitig umhüllen. Kurze, deutlich voneinander getrennte Borsten erleichtern hingegen die Definition. Sie funktionieren ähnlich wie kleine Kämme, erfassen einzelne Wimpern und helfen, verklebte Härchen zu reduzieren.
Auch die Form des Applikators beeinflusst das Ergebnis. Gebogene Bürstchen folgen der Wimpernlinie und können die Härchen beim Auftragen anheben, weshalb sie besonders hilfreich für mehr Schwung sind. Sanduhrförmige Bürsten, die in der Mitte schmaler und an den Enden breiter sind, haben sich vor allem bei Volumen-Wimperntuschen etabliert. Durch ihr Design erreichen sie verschiedene Bereiche und geben zugleich reichlich Produkt ab.
Präzise Bürstchen für kurze und untere Wimpern
Konische Applikatoren mit einer schmaleren Spitze erleichtern den Zugang zu den kürzeren Härchen am inneren und äußeren Augenwinkel. Wer besonders präzise arbeiten möchte, kann schmale, kleine Bürsten besser kontrollieren – insbesondere an den unteren Wimpern. „Nicht immer liefert das größte Bürstchen das beste Ergebnis. Wer kleinere Augen oder kurze Wimpern hat, kann mit einem feinen Applikator deutlich präziser arbeiten. Entscheidend ist, sowohl den gewünschten Effekt als auch die Anatomie von Augen und Wimpern zu berücksichtigen“, erklärt Chloé Gaya, Make-up-Artistin und künstlerische Leiterin der Jacques-Janine-Kette.
Dasselbe Produkt kann je nach Länge, Dichte und natürlichem Schwung der Wimpern unterschiedlich wirken. Diese Eigenschaften zu erkennen, ist der erste Schritt, um die passende Kombination zu finden.
Produktempfehlungen: Peel-Off Panda Ultra Volume Wimperntusche von Dailus; Magic Curls von Ruby Kisses; BT Wonder Lash Wimperntusche von Bruna Tavares.
Von Juliana Vaz
Comments
No comments yet. Be the first to comment!
Leave a Comment