Veränderungen an den Nägeln fallen vielen Menschen im Alltag auf. Manchmal gehen solche Anzeichen auf harmlose Einwirkungen zurück, etwa Stöße, den regelmäßigen Kontakt mit chemischen Produkten oder Gewohnheiten wie Nägelkauen. Sie können jedoch auch Anlass sein, Ernährung und allgemeinen Gesundheitszustand genauer zu betrachten, denn das Erscheinungsbild der Nägel spiegelt zum Teil die Nährstoffversorgung des Körpers wider.
Welche Nagelveränderungen können mit der Ernährung zusammenhängen?
Abweichungen bei Farbe, Form, Dicke oder Widerstandsfähigkeit können durch einen Mangel oder Überschuss an Vitaminen und Mineralstoffen entstehen. Ebenso kommen Verletzungen und chemische Einflüsse als Auslöser infrage. Zu wissen, worauf einzelne Veränderungen hindeuten können, erleichtert die Einschätzung, ob Beobachten genügt oder fachlicher Rat sinnvoll ist.
Besonders häufig achten Fachleute auf brüchige, blasse, weissliche Nägel sowie auf Rillen oder Linien. Oft treten diese Merkmale gemeinsam mit weiteren Hinweisen auf, beispielsweise Müdigkeit, Haarausfall oder einer Vorgeschichte mit stark eingeschränkten Diäten.
Was können ernährungsbedingte Nagelprobleme anzeigen?
Bestimmte Veränderungen werden oft mit einem Mangel an Eisen, Zink, Biotin, Proteinen sowie den Vitaminen A, C und B in Verbindung gebracht. Fehlen diese Bestandteile über längere Zeit, kann sich die Nagelplatte langsamer erneuern; der Nagel wird dann möglicherweise dünn, brüchig oder verändert seine Form.
Gesundheitsfachkräfte weisen üblicherweise darauf hin, dass dasselbe Zeichen verschiedene Ursachen haben kann. Die Beobachtung der Nägel ist daher nur ein erster Anhaltspunkt und ersetzt weder Untersuchungen noch eine umfassende klinische Beurteilung.
- Brüchige Nägel können mit einer zu geringen Zufuhr von Proteinen, Eisen, Zink oder Biotin zusammenhängen, aber auch durch häufigen Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln entstehen.
- Weissliche Nägel können nach Verletzungen auftreten, aber ebenso bei einem niedrigen Proteingehalt im Blut.
- Sehr blasse Nägel zeigen sich mitunter bei Personen mit Eisenmangelanämie oder anderen Erkrankungen, die das Blut beeinträchtigen.
- Nägel mit horizontalen Rillen können nach schweren Erkrankungen, schnellem Gewichtsverlust oder starker körperlicher Belastung vorkommen, weil diese Faktoren die Zellernährung beeinflussen.
Nägel durch Ernährung und tägliche Gewohnheiten pflegen
Treten Nagelveränderungen auf, die Fragen aufwerfen, steht meist eine abwechslungsreiche Ernährung im Vordergrund, statt unmittelbar Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Protein-, eisen- und zinkhaltige Lebensmittel, die Vitamine A, C und B sowie buntes Obst und Gemüse liefern, können die Keratinbildung und den Erhalt des Gewebes rund um die Nägel unterstützen.
Neben der Ernährung helfen einfache Massnahmen bei der örtlichen Pflege, die Nagelplatte zu schützen: Nägel nicht kauen, bei chemischen Produkten Handschuhe tragen, aggressive Nagellackentferner seltener verwenden und zwischen Maniküren Pausen einlegen. Bei bereits empfindlichen Nägeln können diese Schritte entscheidend sein, damit sich nach und nach eine Verbesserung zeigt.
Wann erfordern Nagelveränderungen eine ärztliche Abklärung?
Nicht jede Veränderung der Nägel hängt unmittelbar mit der Ernährung zusammen. Manche Auffälligkeiten können auf Hauterkrankungen oder Probleme mit Schilddrüse, Leber, Nieren oder Kreislauf hindeuten. Anhaltende Veränderungen von Farbe, Form oder Dicke sowie Schmerzen, Schwellungen oder Sekret rechtfertigen in der Regel eine genauere Untersuchung durch eine dermatologische oder hausärztliche Praxis.
In vielen Fällen sind Blutuntersuchungen oder weitere Tests erforderlich, um einen Nährstoffmangel oder eine andere zugrunde liegende Ursache zu bestätigen. Die Nägel aufmerksam zu beobachten, Gewohnheiten anzupassen und bei ungewöhnlichen Veränderungen Hilfe zu suchen, ist eine einfache Möglichkeit, dieses Körpermerkmal für die frühzeitige Erkennung möglicher Gesundheitsprobleme zu nutzen.
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